Magistrat schickt sieben Investoren ins Rennen um die neue Innenstadt
OB Kaminsky: „Alle spielen national oder international in der ersten Liga."
Hanau, 25. August 2008 – Hanau steht im Fokus internationaler Stadtentwickler. Der Magistrat hat heute sieben Investoren als Teilnehmer am wettbewerblichen Dialog zur Entwicklung der Hanauer Innenstadt benannt. Die Qualität der Investoren, die Positionierung der Bewerber im Markt sowie die Erfahrung in vielen innerstädtischen Entwicklungsprojekten haben die Mitglieder des Magistrats überzeugt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: „Ich bin zutiefst beeindruckt von der Intensität, mit der sich die Investoren mit Hanau beschäftigt und die Ausschreibung in die Umsetzung gebracht haben. Alle teilnehmenden Investoren spielen in Sachen Reputation und Finanzausstattung national oder international in der ersten Liga.“
Die Investoren, die nach sorgfältiger Prüfung den Teilnahmewettbewerb erfolgreich absolviert haben, hatten die in der Bekanntmachung geforderten anspruchsvollen Referenzen durchweg vorgelegt und ihre Eignung und Leistungsfähigkeit überzeugend unter Beweis gestellt. In der jetzt anstehenden Dialogphase fordert die Stadt von den Bewerbern in einer umfangreichen Projektbeschreibung ganzheitliche Lösungsvorschläge für die Entwicklung der Hanauer Innenstadt (www.wettbewerblicher-dialog.de).
Dabei sind vor allem die vier Qualitätsmerkmale Identität, Vielfalt, Flexibilität und Strukturwirksamkeit gefragt. Sie gelten als Prüfsteine einer attraktiven und leistungsstarken Innenstadtentwicklung, die den Schlossplatz und die angrenzenden Grundstücke, die Altstadt, den Freiheitsplatz, den Neustädter Markt, das Stadtquartier um die Wallonisch-Niederländische Kirche sowie die verbindenden Straßenräume einschließt. Die Investoren müssen räumliche und inhaltliche Handlungsschwerpunkte lösen. Bei ihnen sind somit fachliche als auch monetäre Voraussetzungen gefragt.
Klares Bekenntnis zu Hanau - hohe Qualität der eingereichten Unterlagen
Mit ihrem Teilnahmeantrag mussten die Investoren beispielsweise nachweisen, dass sie ähnliche Projekte schon realisiert haben und dass sie wirtschaftlich auf grundsoliden Füßen stehen. Sie mussten auch das Planungsbüro benennen, mit dem sie antreten. „Indikatoren der sieben Investoren, die sich jetzt um Hanau bewerben, sind die Qualität der eingebrachten Planungs- und Architektenbüros, die zu den führenden in Europa gehören“, sagt Martin Bieberle, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, der gemeinsam mit Carl-Edward Günther (BAUProjekt Hanau Gmbh) das Verfahren mit einem Projektteam leitet. OB Claus Kaminsky: „Die Investoren geben ein klares Bekenntnis zu Hanau. Mit der hohen Qualität der eingereichten umfänglichen Bewerbungsunterlagen dokumentieren sie Vertrauen in den Standort Hanau innerhalb der Wachstumsregion Rhein-Main.“
Renommierte Experten für Hanau
Die eingegangenen Bewerbungen wurden vom Projektteam der Stadt, zu dem auch renommierte externe Experten zählen, geprüft. Zu den Fachleuten, die Hand in Hand mit Magistrat und Stadt arbeiten, gehören unter anderem Prof. Kunibert Wachten, der in mehr als zwanzig Jahren im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Rahmenpläne zu gesamtstädtischen Entwicklungen und zur Entwicklung einzelner Stadtteile erarbeitet hat, sowie Rechtsanwalt Dr. Olaf Otting von der Kanzlei GleissLutz, die mit mehr als 240 Anwälten in Deutschland und Europa zu den führenden Sozietäten im Bereich Körperschaften und Institutionen des öffentlichen Rechts gehört. Dr. Olaf Otting: „Die erste Hürde hat die Stadt genommen. Maximal sieben Investoren hatte sie für den wettbewerblichen Dialog zugelassen. Wir konnten diese Höchstzahl wegen der Qualität aller Bewerbungen voll ausschöpfen. Lediglich ein Bewerber konnte aus formalen Gründen für die nun beginnende Dialogphase nicht zugelassen werden. Verfahrenssicherheit ist hergestellt.“
Wettbewerblicher Dialog Hanau – die kommenden Schritte
Wie geht es nun weiter im wettbewerblichen Dialog? Nach dem Beschluss des Magistrats am heutigen Montag werden am kommenden Mittwoch (27. August 2008) Aufforderungen an die Investoren versendet, in denen sie zur Abgabe der geforderten Planungs-Unterlagen aufgefordert werden. Diese beinhalten zum Beispiel Entwürfe, Planungen in verschiedenen Maßstäben, 3D-Animationen, Verkehrs- und Nutzungskonzepte.
Im November 2008 werden die ersten Entwürfe vom Dialogteam der Stadt Hanau gesichtet. Dieses Team wird dabei um je ein Mitglied der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung erweitert. In den nächsten Tagen werden die Fraktionen gebeten, einen Vertreter aus ihren Reihen in das Dialogteam zu entsenden. Auch die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung unterwerfen sich dabei den strengen Anforderungen an die Vertraulichkeit des Verfahrens, in dem sie umfangreiche Verschwiegenheitserklärungen abgeben.
Beirat als „Resonanzboden in die Bürgerschaft“
Darüber hinaus ist beabsichtigt, einen Beirat für den wettwerblichen Dialog Hanau zu installieren, der aus Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppierungen sowie aus weiteren Fachleuten besteht. „Dies ist sozusagen der Resonanzboden in die Bürgerschaft während des Verfahrens“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, „auch diese Mitglieder unterwerfen sich den strengen Richtlinien des Vergaberechts. Dafür bin ich nach den ersten Gesprächen mit potentiellen Kandidaten sehr dankbar.“ Die Zusammensetzung des Beirats wird derzeit intern vorbereitet. Das Gremium soll sich im Dezember dieses Jahres erstmals mit den Entwürfen auseinandersetzen.
Der OB: „Wir sind ein fordernder, aber verlässlicher Partner“
Der Oberbürgermeister: „Ich bin froh und dankbar, dass das Engagement der Mitarbeiter der Verwaltung, des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und der Experten die Qualität der Investoren widerspiegelt. So wird auch auf unserer Seite klar, dass wir ein fordernder, aber auch verlässlicher Partner sind.“ Nur so, erklärt der Oberbürgermeister, könne der Terminplan des wettbewerblichen Dialogs Hanau eingehalten werden.


