Das neue Kino
Das erste Projekt aus dem Wettbewerblichen Dialog wird voraussichtlich Ende dieses Jahres realisiert sein: Dort, wo sich jetzt noch die leer stehende Pedro-Jung-Schule befindet, wird in ein paar Monaten der rote Teppich für Kinoliebhaber ausgerollt.
Das Familienunternehmen Kinopolis eröffnet ein Multiplexkino mit acht Sälen und rund 1.100 Sitzplätzen in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt. Es besetzt damit einen Standort in Hessen, den es schon länger im Fokus hatte. „Wir haben die Planungen für die Innenstadtentwicklung Hanaus genau beobachtet", berichtet Dr. Gregory Theile, Geschäftsführer der Kinopolis Management Multiplex GmbH. „Durch die Neugestaltung wird Hanau wesentlich lebendiger und attraktiver, was auch eine Sogwirkung auf das Umland haben wird."
Geplant war das neue Kino ursprünglich zwischen Nordstraße und Rappengasse. Schnell stellte sich aber heraus, dass es dafür einen noch geeigneteren Platz gibt: das Gelände der ehemaligen Pedro-Jung-Schule. Hier ist das benötigte Grundstück schneller verfügbar und die Verkehrsanbindung noch besser. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde bereits gefasst und das traditionsreiche Familienunternehmen Kinopolis beabsichtigt, schon Ende des Jahres ein modernes Kino an der Straße Am Steinheimer Tor zu eröffnen. Für ausreichend Parkraum wird die Alte Feuerwache weichen, die ihr neues Quartier auf dem Hutier-Gelände im Lamboy bezieht. Auch das Gebäude der Bäckerinnung wird abgerissen. Der Fuß- und Radweg von der Innenstadt zum Kino soll anspruchsvoll gestaltet werden, um eine leichte Erreichbarkeit des Kinos zu gewährleisten. Die Umgestaltung des gesamten Areals wertet diesen wichtigen Eingang zur Stadt erheblich auf, bringt sein städtebauliches Potenzial zur Geltung und bindet die gesamte südliche Innenstadt mehr an Hanaus Zentrum.
Das Kinoprogramm soll alle Altersgruppen ansprechen und vom Blockbuster bis zum anspruchsvollen Nischenfilm die gesamte Bandbreite der Filmkultur zeigen. Als erstes Haus der Kette wird das Kinopolis Hanau von Anfang an komplett mit digitalen Projektionssystemen ausgestattet sein. „Damit sind natürlich sämtliche Voraussetzungen gegeben, Filme in 3-D-Versionen oder in der Originalversion zeigen zu können", so Theile. Ergänzen möchte der Kinomacher das Programm mit Live-Übertragungen von z. B. Sportevents oder Opernaufführungen.

