HBB
Freiheitsplatz
Der Freiheitsplatz hat insbesondere als Parkplatz stark trennende Wirkung zwischen Alt- und Neustadt. Obwohl dies historische Wurzeln hat - der Freiheitsplatz ist Bestandteil der südlichen Festungsanlage der Hanauer Altstadt - ist es unser Ziel, die Trennung der beiden Stadtteile zu überwinden. Über das von uns konzipierte Literaturquartier auf dem westlichen Teil des Freiheitsplatzes gelingt es uns, sowohl die Altstadt, wie auch die Einkaufsstraßen Hanaus an einem Punkt zu bündeln und attraktiv miteinander zu verknüpfen. Uns ist bewusst, dass die vorgeschlagene Bebauung des westlichen Freiheitsplatzes einen sehr bedeutenden Eingriff in den Hanauer Stadtgrundriss bedeutet. Umso mehr wollen wir den gassenartigen, altstadttypischen Charakter des neu entstehenden Literaturquartiers herausarbeiten.
Architektur:
Die architektonische Ausprägung folgt der Grundidee, mehrere statt nur einen Baukörper auszubilden. Jeder Einzelkörper erhält seine eigene Sprache und nimmt hierbei auch Bezug auf die jeweils individuellen Inhalte. Alle Elemente werden in der Quartiersmitte durch ein leichtes Glasdach verbunden, ohne den straßenartigen Charakter der das Quartier durchziehenden Wege zu beeinträchtigen.
Nutzungskonzept:
Das Nutzungskonzept hat einen integrativen Ansatz, d.h. die Zielstellung lautet, die bestehenden Strukturen der Hanauer Innenstadt so zu ergänzen, dass die Innenstadt als Gesamtheit nach außen hin eine möglichst hohe regionale Ausstrahlung entfaltet.
Die Belegung der entstehenden Ladenflächen orientiert sich an in Hanau noch nicht vorhandenen Angeboten.
Karstadt- Immobilie:
Bei einer möglichen Geschäftsaufgabe von Karstadt besteht die Möglichkeit, den derzeitigen Standort in unser Konzept zu integrieren. Hierzu soll dann lediglich der vordere Bereich in Richtung Freiheitsplatz mit ergänzendem Handel belegt werden. Der rückwärtige Bereich an der Steinheimer Straße soll einer innenstadttypischen Wohnnutzung zugeführt werden.
Bibliothek
Die Bibliothek wird im 2.Obergeschoss des Literaturquartiers untergebracht und so optimal von der vorhandenen Frequenz im Einkaufscenter profitieren.
Über eine spiralförmig gewendelte Treppe wird der Besucher vom Erdgeschoss auf die eigentliche Bibliotheksebene im 2. Obergeschoss gezogen. Die gegenüber der dritten Dialogphase neue, zentrale Position des Antritts im 2. Obergeschoss ermöglicht eine wesentlich verbesserte Vernetzung der weiteren städtischen Nutzungen auf dieser Ebene: Stadtarchiv, das Medienzentrum und der Schriftentausch sowie die Wetterauische Gesellschaft.
Freiraum
Eine Neuordnung des Busbahnhofes führt zu einem wesentlich geringeren Flächenbedarf ohne Einschränkung der Funktionalität. Die hierdurch frei werdende südliche Platzfläche nimmt die gewünschten Funktionen als Ausweichplatz des Neustädter Marktes auf. Gleichzeitig bildet er den repräsentativen Vorbereich von Finanzamtsgebäude und Literaturquartier.
Durch die Kombination von flexibel nutzbarem Freibereich und zentralem Busbahnhof entsteht an diesem Ort ein Platz mit allerhöchster Anziehungskraft und Verteilerfunktion.
Durch die Einbindung des Projektes in das vorhandene Hanauer Stellplatzsystem gelingt es uns, die Anzahl neu zu errichtender Stellplätze auf 300 zu reduzieren und uns somit noch mehr in das städtische Gefüge zu integrieren.

