Fragen aus unserem Projektbüro - Teil 3
Immer wieder stellen Besucher des Projektbüros „Aktive Kernbereiche" Fragen, die die „praktische Seite" des Stadtumbaus betreffen. Deshalb haben wir hier ein paar dieser Fragen - und deren Antworten - zusammengestellt.
Wann beginnen die Bauarbeiten am Freiheitsplatz?
Für den Beginn der Bauarbeiten ist das zweite Quartal 2012 vorgesehen. Für den ZOB ist der Beginn des Umbaus ein Jahr später geplant, also im zweiten Quartal 2013.
Wann geht es mit dem Umbau des Marktplatzes los?
Hier steht eine Entscheidung Anfang 2012 an: Die Stadtverordnetenversammlung stimmt dann über den Entwurf der beauftragten Architekturbüros ab.
Warum dauert es so lange von der finalen Entscheidung für einen Investor bis zum tatsächlichen Baubeginn?
Um das geplante Vorhaben realisieren zu können, ist für den Bereich ein Bebauungsplan aufzustellen. Dieses Verfahren ist streng formalisiert und erfordert beispielsweise eine intensive Auseinandersetzung mit städtebaulichen Fragen, Verkehrs- und Umweltaspekten, Lärmschutz, archäologischen wie denkmalrechtlichen Anforderungen und nachbarliche Belangen. Aufgrund der Vielzahl zu erstellender Gutachten und mehrerer Phasen, der Öffentlichkeitsbeteiligung, dauert das Bebauungsplanverfahren rund ein Jahr – was für ein Verfahren dieser Größenordnung außerordentlich kurz ist. Erst danach kann der Investor den Bauantrag für das Vorhaben stellen. Dieser muss durch die Stadt geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden, bevor eine Baugenehmigung erteilt werden kann.
Wie lange steht der Karstadt-Barthel-Komplex noch?
Sobald dem Investor die Baugenehmigung für das Vorhaben vorliegt, wird neben dem Ausheben der Baugrube der Abbruch der Gebäude auf dem Karstadt-Barthel-Areal eine der ersten Maßnahmen sein. Mit einem Beginn der Abbrucharbeiten ist nach derzeitigem Planungsstand Mitte nächsten Jahres zu rechnen.
Liegt der Kinoneubau im Zeitplan?
Ja. Nachdem kürzlich die Feuerwehr Hanau ihre neue Wache im Stadtteil Lamboy bezogen hat, schreiten die Bauarbeiten planmäßig voran. Die Eröffnung ist für November 2011 vorgesehen. Kurz darauf wird dann auch das neue Parkhaus fertig gestellt sein.
Was passiert mit der großen Platane auf dem Freiheitsplatz?
Die große Platane vor dem ehemaligen Karstadtgebäude bleibt auf jeden Fall stehen; sie soll später das Herzstück eines an dieser Stelle neu entstehenden Platzes werden. Darüber hinaus schreibt der Bebauungsplanentwurf die Neupflanzung von mindestens 56 Bäumen mit einem Stammumfang von mindestens 18 bis 20 cm vor.
Wer ist für die Vermietung der Einzelhandelsflächen im neuen Einkaufszentrum zuständig?
Die Ladenvermietung läuft über den Partner HBB. Wer sich für Verkaufsfläche interessiert, kann gern im Projektbüro „Aktive Kernbereiche“ die entsprechenden Kontaktdaten erhalten.
Wie sieht es zukünftig mit Radwegen und Rad-Abstellplätzen in der Innenstadt aus?
Das Gesamtkonzept sieht eine Neuordnung des öffentlichen Raums vor, darunter fällt auch die Schaffung von mehr Radwegen als bisher. Zudem sind zahlreiche neue Stellplätze vorgesehen.
Wie ist der Zeitplan für die Sanierungen der Wohnungen an der Wallonisch-Niederländischen Kirche?
Die Sanierung der Wohnungen am Ostcarrée wird bereits zu Anfang des kommenden Jahres starten, das Südcarrée ist voraussichtlich ab Anfang 2014 an der Reihe.
Besteht zwischen den einzelnen, neuen Gebäuden auf dem Freiheitsplatz eigentlich eine Verbindung?
Ja und nein. Die Städteplaner und Architekten haben an Stellen, an denen eine Verbindung zwischen den Baukörpern aus funktionalen Gründen zwingend notwendig ist, gläserne Verbindungsstege vorgesehen. Dies ist beispielsweise im zweiten Obergeschoss der Fall, da die dort vorgesehenen kulturellen Nutzungen der Stadt über einen gemeinsamen Eingang verfügen, sich aber über insgesamt drei der fünf Baukörper erstrecken. Im Handelsbereich hingegen wird es lediglich eine Verbindung im Bereich des Baukörpers auf dem Karstadt-Barthel-Areal geben. Der überwiegende Teil des Handelsbereichs ist hingegen so gestaltet, dass die Läden einen eigenen Eingang vom öffentlichen Straßenraum aus haben, um das Einkaufszentrum besser in die Innenstadt zu integrieren.

