TOP 10 Fragen im Juni

Ab jetzt werden wir Ihnen regelmäßig die meist gestellten Fragen aus unserem Projektbüro hier präsentieren:

Wann beginnen die Bauarbeiten für den Innenstadtumbau, speziell für den Freiheitsplatz, und wie lange wird die Bauzeit sein?
Teilweise haben die Bauarbeiten schon begonnen: Der Neubau des Kinos ist im vollen Gange, seine Eröffnung ist bereits für Ende dieses Jahres geplant. Anfang 2012 geht es dann mit der Sanierung des Ostcarrés an der Wallonisch-Niederländischen-Kirche weiter, im Frühjahr 2012 beginnen die Bauarbeiten am Freiheitsplatz. Das Literaturquartier soll innerhalb von zwei Jahren fertiggestellt sein. In diesen Zeitraum wird auch die Karstadt-Barthel-Immobilie abgerissen und neu gebaut.
Aktuell wird für den Freiheitsplatz der Bebauungsplan aufgestellt. Diese Aufstellung nimmt einige Zeit in Anspruch, die Fachplaner (Verkehrsplaner und Architekten) arbeiten mit Hochdruck daran, damit bis zum Jahresende 2011 ein rechtssicherer Bebauungsplan feststeht.

Wie wird die neue Bus- und Verkehrsführung aussehen? Werden z. B. durch die Verkleinerung des zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) weniger Busse fahren?
Aktuell prüfen die Verkehrsplaner verschiedene Varianten für eine optimale Verkehrsführung in und durch die Innenstadt. Am 30. Mai wird der Magistrat in einer öffentlichen Ausschusssitzung im Bürgerhaus Wolfgang über das Verkehrskonzept berichten, am 15. Juni wird das Konzept dem Beirat Wettbewerblicher Dialog vorgestellt.
Die Verkleinerung des ZOB hat keine Verringerung des Busverkehrs zur Folge. Ein modernes Leitsystem wird die Verweildauer der Busse in den Haltebuchten verkürzen, so dass auch auf kleinerer Fläche die gleiche Anzahl an Bussen verkehren kann wie bisher.

Wie wird die reibungslose Fahrt in und aus der Tiefgarage unter dem Freiheitsplatz gewährleistet?
Die Straße „Im Bangert" wird zu Lasten des neuen Einkaufszentrums um sieben Meter verbreitert, so dass ausreichend Platz für Zu- und Abfahrt zur Verfügung steht und kein Staupotenzial entsteht.

Warum steht die Karstadt-Barthel-Immobilie so lange leer?
Dem Investor HBB ist es gelungen, die Karstadt-Immobilie und das ehemalige Sporthaus Barthel zu kaufen. Das gesamte Areal wird nun in die Neubebauung des Freiheitsplatzes einbezogen und ergänzt die bestehenden Planungen aus dem Wettbewerblichen Dialog. Das Ergebnis: ein neuer Freiheitsplatz „aus einem Guss".

Wird die Fahrstraße busfrei werden?
Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Fahrstraße ist noch nicht gefallen. Drei Varianten zur Verkehrsführung werden momentan von den Verkehrsplanern intensiv geprüft:
- Die Fahrstraße wird busfrei, dann wird es aber zu einer Verlängerung der Fahrzeiten der Busse kommen; z. B. wird dann die Fahrtdauer zum Bahnhof länger als bisher.
- Die Fahrstraße wird eine Einbahnstraße.
- Der jetzige Zustand wird beibehalten.

Warum kommt beim Freiheitsplatz kein Erbbaurecht zum Zuge?
Für den Freiheitsplatz hat die Stadt ein einseitiges Rückkaufsrecht: In 50 Jahren kann sie entscheiden, ob sie die Grundstücke zum dann gültigen Verkehrswert zurückkauft. Entscheidet sie sich gegen den Rückkauf, läuft der Vertrag mit dem Eigentümer weitere 20 Jahre. Kauft ein anderer Investor das Grundstück, muss er auch das Rückkaufsrecht der Stadt mitkaufen (Rückkaufsrecht über Grundbuch gesichert).
Hintergrund: Bei dieser vertraglichen Konstruktion hat der Eigentümer ein großes Interesse daran, Grundstück und Immobilien „in Schuss" zu halten. Ein Verkauf ist in diesem Falle besser als Erbbaurecht, denn der Investor muss den Kauf finanzieren, wofür die Banken das Grundstück als Sicherheit benötigen. Zudem erschwert das Erbbaurecht den eventuellen Verkauf der Immobilie.

Was passiert mit den Schnurbäumen am Freiheitsplatz und vor dem Finanzamt?
Im nördlichen Teil des Freiheitsplatzes fällt wegen des Neubaus des ZOB die Hälfte der Schnurbäume weg. Die andere Hälfte des vorhandenen Bestands an Schnurbäumen ist im Entwurf des Bebauungsplans berücksichtigt. Die weitere Diskussion wird zeigen, ob diese Schnurbäume bis zur Festsetzung des Bebauungsplans auch darin enthalten bleiben. Gegen den Erhalt der Schnurbäume spricht das erarbeitete Lichtkonzept für das Finanzamt: Bei einem beleuchteten Finanzamt stimmt die Blickbeziehung nicht; auch die geplante Platzfassung spricht dagegen.

Warum liegt das neue Kino so weit außerhalb?
Ursprünglich war ein Kinostandort in der Innenstadt geplant. Die Bedingungen der Betreiber, die sich um das Kino beworben haben, hätten mit dieser ursprünglichen Planung aber nicht erfüllt werden können. Kinopolis, der zukünftige Betreiber, wollte das Projekt zudem schnell verwirklichen - auch das wäre in der Innenstadt nicht möglich gewesen. Das Gelände der Pedro-Jung-Schule ist daher die ideale Lösung: Es erfüllt die Rahmenbedingungen des Betreibers und war schnell verfügbar. Fuß- und Radweg von der Innenstadt zum Kino werden anspruchsvoll gestaltet, um eine leichte Erreichbarkeit des Kinos zu gewährleisten.

Wann kommt das Brüder-Grimm-Kulturzentrum und wo wird es gebaut?
Standort und Zeitplan für das neue Brüder-Grimm-Kulturzentrum werden im Herbst 2011 festgelegt. Die Entscheidung ist abhängig von wirtschaftlichen Parametern. Dabei wird der Investitionsaufwand, der von der Stadt zu tragen ist und bleibt, scharf kalkuliert: Die Prämisse lautet: „Die schwarze Null muss erhalten bleiben". Aktuell erfolgt ein Feintuning der Machbarkeitsstudie.

Werden die Brüder Grimm noch mehr im Stadtbild erscheinen als bisher?
Mit dem Brüder-Grimm-Kulturzentrum, dem Denkmal auf dem Marktplatz und den Märchenspielen wir einige bedeutende Referenzen an die Brüder Grimm, um sie entsprechend zu ehren. Zusätzlich ist im Rahmen der Umbauarbeiten ein Brüder-Grimm-Pfad durch die Stadt geplant.