"Eine deutliche Mehrheit befürwortet unseren Weg"
Mehr als 5.000 Menschen informierten sich über den Hanauer Stadtumbau
Überwältigendes Interesse am Hanauer Stadtumbau: Mehr als 5.000 Menschen informierten sich von Freitag bis zum heutigen Sonntag (13. Februar 2011) in der großen Bürgerausstellung „Hanau baut um" im Congress Park Hanau. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Pläne zum Umbau der Innenstadt. An den Ständen und bei zahlreichen Vorträgen erhielten die Besucher tief gehende Einblicke in den Stadtumbau. Aber auch über die Konversionsvorhaben und Neuansiedlungen in Hanau konnten sich die Bürgerinnen und Bürger informieren. Zudem erhielten sie die Chance, ihre Kommentare und Verbesserungsvorschläge direkt vor Ort an großen öffentlichen Gästebüchern zu hinterlassen.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky war nach eigenen Worten beeindruckt vom Interesse und der Diskussionsbereitschaft: „Natürlich nehmen wir und die Architekten und Planer erneut wertvolle Hinweise der Bürgerinnen und Bürger mit und auf. Ich bin froh darüber, dass die Menschen innerhalb der dargebotenen Lösungsvorschläge diskutieren. Eine deutliche Mehrheit ist überzeugt von dem Weg, den wir eingeschlagen haben und bestärkt uns darin, diesen Weg in aller Konsequenz weiter zu gehen - bei natürlich vielen kritischen Hinweisen im Detail."
Menschentrauben bildeten sich regelmäßig rund um das große Modell der Hanauer Innenstadt, das am Entree der Ausstellung platziert war. Hier konnten die Besucher einen Blick auf das große Ganze werfen, auf den Umbau der Innenstadt vom Kino auf dem Gelände der Pedro-Jung-Schule und weiter entlang der Platzfolge vom Bereich um die Wallonisch-Niederländischen Kirche bis hin zum Schlossplatz.
Im Mittelpunkt des Interesses der mehr als 5.000 Gäste - viele davon auch aus dem unmittelbaren Umland - standen natürlich die Pläne für den Freiheitsplatz, wo ein großes Einkaufs- und Kulturquartier mit Einzelhandel, der neuen Stadtbibliothek, Medienzentrum, Stadtarchiv und Räume für die Wetterauische Gesellschaft entsteht. Die Menschen konnten sich einen Einblick verschaffen in Raum- und Nutzungskonzepte, in die Verkehrslogik - vor allem aber die derzeit in der Diskussion befindlichen Entwürfe für die Fassaden diskutieren. Umringt von Interessierten waren auch die Stände der Stadtbibliothek, der Verkehrsplaner, der Baugesellschaft Hanau, der Grünplaner und der Architekten, die den Marktplatz neu gestalten.
Martin Bieberle, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bürgerservice: „Die Konflikte, die sich bei einem so massiven Eingriff in die Stadt natürlich und logisch entwickeln, waren Gegenstand auch bei den Diskussionen der Bürger untereinander. So begrüßen die einen die Umgestaltung des Platzes an der Wallonisch-Niederländischen Kirche zu einem grünen Stadtplatz, andere möchten, dass dort die Parkplätze bestehen bleiben. Die Bebauung des Freiheitsplatzes fanden die allermeisten richtig und gut, freuen sich, dass der Platz künftig belebt und somit attraktiver wird und man endlich in Hanau gut einkaufen kann. Andere finden, man dürfe Plätze gar nicht bebauen. Der Tenor der Menschen aber ist: Endlich wird etwas getan in Hanau. Das ist gut so, auch wenn sich natürlich in vielen Details auch viele Meinungen widerspiegeln."
OB Kaminsky hält das Vorgehen, die Bürgerschaft regelmäßig vor großen Entscheidungen über den Stadtumbau umfassend zu informieren und die Meinungen der Bürger einzuholen, für richtig: „Schon beim ersten Bürgerwochenende vor zwei Jahren, als wir die Entwürfe der damals noch vier Investoren zum Stadtumbau innerhalb des wettbewerblichen Dialogs präsentiert haben, konnten die Planer wertvolle Hinweise der Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und konkret in die Planungen einbauen. So wird es auch dieses Mal sein. Und im Februar 2012, also vor dem Baubeginn auf dem Freiheitsplatz, werden wir eine ähnliche Veranstaltung in Hanau haben, um die Menschen über das Vorgehen auf dem Freiheitsplatz zu informieren."

