Gute Nachrichten im Wettbewerblichen Dialog:

Großkino kommt schneller als erwartet

Hanau, 6. August 2010 - Gute Nachrichten zum Thema Innenstadtumbau im Rahmen des Wettbewerblichen Dialogs: „Voraussichtlich wird Hanau schneller als erwartet zu einem Großkino kommen" verkündet Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Vertragspartner HBB aus Lübeck (Hanseatischen Betreuungs- und Beteilungsgesellschaft mbH) arbeite mit Hochdruck an der Umsetzung des Vertrags mit der Stadt Hanau und verhandle bereits mit potenziellen Betreibern. Ausschlaggebende Kriterien bei der Standortentscheidung seien unter anderem die Größe des geplanten Gebäudes, die Verfügbarkeit eines geeigneten Grundstücks, sowie die verkehrliche Erschließung. Derzeit würde die Anwendung dieser Kriterien auf eine mögliche Platzierung des Kinocenters am Innenstadtrand hinweisen.

Die Aufregung, für die diese Ankündigung bei der CDU sorgte, kann der OB nicht nachvollziehen. „Beim Thema Kino haben wir - unter anderem in der gemeinsamen Ausschusssitzung am 12. Mai 2010 - ausdrücklich erklärt, dass der Vertrag mit HBB die Option zur Suche nach einem alternativen Standort zulässt. Das dürfte für die CDU-Kollegen keine Überraschung sein."

Auch an anderen Teilprojekten werde intensiv gearbeitet, so Kaminsky. „Am Marktplatz wird in Kürze die Ausführungsplanung für die Baukörper gegenüber der Galeria Kaufhof ausgeschrieben. Ebenso wird zurzeit die Gestaltungsplanung für die gesamte Innenstadt vorbereitet." Von einem „Herauslösen aus dem Wettbewerblichen Dialog" könne hier also keine Rede sein, kommentierte der OB die Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Hog.

Die Planungen für das Brüder-Grimm-Kulturzentrum seien - entgegen der Aussagen Hogs - keinesfalls zurückgestellt, sagte Kaminsky. „HBB hat zugesagt sich an dem Zentrum zu beteiligen. Derzeit wird ein Betreiberkonzept erstellt, dass anschließend mit Leben gefüllt und wirtschaftlich geprüft werden muss." Erst nach Kenntnis der anfallenden Kosten könne die Stadtverordnetenversammlung dann eine informierte Entscheidung bezüglich des Kulturzentrums treffen. „Das ist ein ganz normaler politischer Entscheidungsvorgang, wie wir ihn seit jeher praktizieren", so der OB. Die Planung für das Hotel sei verständlicherweise ebenfalls eng an die des Kulturzentrums gebunden.

In diesem dynamischen Stadtentwicklungsprozess müssten viele Entscheidungen politisch bewältig werden, erklärte Kaminsky. Aus diesem Grund habe er für die nächste Präsidiumssitzung unmittelbar nach den Ferien am 16. August auch die Themen „Wettbewerblicher Dialog", „Besetzung des Lenkungsausschusses" und „Entscheidungsstrukturen" beim Stadtverordnetenvorsteher angemeldet. Für November sei dann die nächste Sitzung des Beirats sowie der Ausschüsse geplant. Zu diesem Zeitpunkt könne man dann die ersten Ergebnisse der Planungen diskutieren und erster Entscheidungsbedarfe für Magistrat und Parlament identifizieren.

„Ein wesentlicher Punkt hierbei ist das Thema Grünkonzept für die Innenstadt inklusive der Frage zum Erhalt der Bäume auf dem Freiheitsplatz", erklärt Kaminsky. Hier würden derzeit alle Möglichkeiten - auch das Versetzen oder Verschieben der Gebäudekörper - umfassend geprüft. Ob die Bäume erhalten werden könnten oder nicht, werde letztendlich das Ergebnis fachlicher, wirtschaftlicher und politischer Abwägung sein. „Unabhängig davon kann ich versprechen, dass die Stadt im Rahmen der Umgestaltung noch grüner werden wird."

Die Stadt Hanau und ihre Bürgerinnen und Bürger werden vom Wettbewerblichen Dialog durch hochwertige Wohnmöglichkeiten, ein breiteres Einzelhandelsangebot, mehr Kultur- Gastronomie- und Freizeitangebote und eine insgesamt attraktivere Innenstadt in großem Maße profitieren, so Kaminsky. "Ein Stadtentwicklungsprojekt in diesem Ausmaß ist nicht leicht zu bewältigen und erfordert manchmal auch Kompromisse, doch am Erhalt der Bäume auf dem Freiheitsplatz wird der Wettbewerbliche Dialog bestimmt nicht scheitern."